Pokémon is back! – Der neue-alte Hype um Pokémon

Das neue Pokémon Spiel begeistert Deutschlandweit bereits am ersten offiziellen Spieltag knapp 3,2 Millionen Smartphone-Nutzer. Weltweit sind es mehr als 10.000.000 Millionen Nutzer. Damit kommt der alte Hype der späten 1990er zurück auf die Spielgeräte. 
PokémonKaum eine Marke wird rechtlich so sehr geschützt, wie die des Spiels “Pokémon”. Seit das Spiel 1995 für den Gameboy erschien und nur kurze Zeit später das Kartenspiel, Mangas und Animes für Pokémon herauskamen, war der Hype um die animierten Monster viele Jahre ungebrochen. Erst als die Playstation 3 herauskam, brach der Bann und Pokémon geriet bei vielen Fans in den Hinterkopf. Nun, rund 20 Jahre nach dem großen Aufschwung des Nintendo-Konzerns, der bis vor kurzem noch eher in Richtung Vergessenheit abrutschte, erlebt Nintendo einen unglaublichen Aufschub. Wer vorher gewusst hat, was Pokémon Go für einen Hype auslösen würde, der hätte wohl Aktien des Konzerns erworben, denn seit Pokémon Go vor zwei Wochen auf dem japanischen-, australischen- und US-Markt kostenlos erhältlich war, hat sich die Nintendo-Aktie von 18 auf 28 Milliarden Euro gesteigert.

Pokémon Go – ein völlig neues Spielerlebnis!?
Bei Nacht erstrahlt das Spiel in dunklen Farben: Schick anzusehen!Nintendo war gezwungen eine neue Sparte zu belegen. Mit der Google-Firma Niantic Inc. fand man eine Firma, die bereits Erfahrung mit Smartphone- und Realbezug hat und mit Pokémon Go eine – für viele – neue Art Spielerlebnis entworfen hat. Doch eigentlich baut Pokémon Go auf das Spielprinzip und die gleichen Daten wie das Spiel Ingress, welches im Dezember 2013 veröffentlicht wurde. Ingress sollte jedoch weltweit eher ein Insider bleiben, während Pokémon Go die Herzen vieler 16 – 30-jähriger höher Schlagen lässt.

Das Spielprinzip von Pokémon Go ist relativ einfach erklärt: Man startet das Spiel und wählt sein erstes Pokémon mit dem man auf die Reise geht. HSDPA (H/ H+) oder LTE sollte vorhanden sein, ebenso wie ein funktionierendes GPS-Signal und ausreichend Akku. Dann geht es los. Dank Google-Maps-Engine und relativ gut funktionierendem GPS (je nach Gerät und Standort) gehe ich von nun an mit meinem Pokémon auf dem Smartphone durch die Straßen. Ab und an erscheint ein Pokémon, welches ich mit einem gezielten Wurf (auf dem Display in Form eines Fingerwischs) fangen kann. Wenn ich glück habe, wehrt es sich nicht und ich kann es als meins verbuchen. Mein erstes Ziel ist ein Turm in der Nähe. Einmal darauf geklickt, erkenne ich, dass der Turm ein sogenannter “Poké-Stop” ist. Hier erhalte ich, wenn ich die kreisförmige Münze auf dem Display (auf dem eine Sehenswürdigkeit beschrieben und abgebildet ist) drehe, einige Pokébälle und weitere Items, die mir nützlich werden könnten. Ein etwas größerer Turm auf dem Display leuchtet rot (es gibt drei verschiedene Team-Farben: Rot, gelb und blau), auf ihm ein Pokémon. Sobald ich Level 5 erreicht habe, kann ich gegen Pokémon aus dieser Arena antreten. Vorher muss ich mich für ein Team entscheiden.
PokémonUmso mehr ich laufe, umso mehr Pokémon kann ich fangen. Mit jedem Fang steigere ich meine Erfahrungspunkte und somit mein Level. Doppelte Pokémon kann ich “zurück an den Professor” schicken. Als Dank erhalte ich Bonbons, die ich für Entwicklungen oder das Aufwerten der Pokémon nutzen kann.
Ich freue mich schon auf den nächsten Schritt, wenn andere Mitspieler mit mir kämpfen oder tauschen- vielleicht auch kommunizieren können, doch so weit ist das Spiel noch nicht. Also bleibt erst einmal die gesunde Konkurrenz der drei Teams.

Auf dem Weg von der Uni nach Hause: 5 km, dutzende Spieler
Als mein Seminar beginnt, fange ich noch eben schnell ein Pokémon ein, das gerade auf meinem Tisch erschienen ist. Neben mir sitzen drei weitere Mitspieler. Nach dem Seminar geht es in Richtung Nordosten, unterwegs laufen uns immer wieder kleine Gruppen und auch einzelne Jugendliche und Erwachsene entgegen, die angestrengt auf ihr Smartphone schauen und immer wieder komische Bewegungen machen. Auch ihnen fällt auf, dass wir Pokémon spielen, während wir uns aufmerksam von Poké-Stopp zu Poké-Stopp bewegen. Meistens gibt es Kommentare, wie “Auch am zocken?” oder “Welches Team seit ihr?” zu hören. Auch an Arenen haben wir immer wieder Spieler beobachtet, die versucht haben unsere Pokémon zu stürzen. Von knapp 100 Menschen, die uns entgegen gelaufen sind, waren geschätzt 75 unter 40 Jahre. Rund die Hälfte von Ihnen spielte dieses Spiel.

Fazit
Wie lange dieser Hype noch bleiben wird, bleibt abzuwarten. Man darf gespannt sein, ob die Server, die die Firma Niantic organisiert hat, weiterhin regelmäßig “heiß laufen” und somit ein flüssiges Spielerlebnis schwierig machen. Ebbt die Spielergemeinschaft ab, wird das Spiel flüssiger, aber vorerst, wird es wohl eher häufiger Probleme geben, wenn der große Mutterkonzern nicht einspringt.
Das Spiel jedenfalls hat potential! Es kann süchtig machen, vor allem weil man neue Orte- und neue Menschen kennen lernt, die man wohl ohne das Spiel nie kennenlernen würde. Finanzieren wird sich das Spiel übrigens über zwei Wege: Zum Einen ermöglicht das Spiel dem Konzern, beinahe alles auf dem Smartphone des Benutzers zu speichern und mitzulesen. Diese Daten unterstützen die gezielte Werbung bei anderen Apps und ermöglichen Statistiken über die Benutzer. Zum Anderen ist es möglich viele verschiedene Items und Goldmünzen über den App-Store/ Item-Shop zu erwerben. 100 Pokémünzen kosten z.B. 0,99 €. 2.500 Münzen gibt es für schlappe 19,99 €. Sie erleichtern zwar einiges, aber notwendig sind sie immerhin nicht.

Pokémon Go für Android
Pokémon Go für IOS

Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich als Information. Folgende Bilder zählen zum Erfahrungsfluss und ergänzen den Bericht über das Spiel. Nintendo(R) ist eine eingetragene Marke und rechtlich geschützt. Pokémon ist ein Markenzeichen des Tochterunternehmens “The Pokémon Company” von Nintendo(R). Niantic Inc./ Niantic Labs ist eine eingetragene Marke und gilt als Google-Unternehmen. 

Diese drei Herren treten fürs gelbe Team an. Wer hätte vermutet, dass es noch mehr Spieler in der Nähe gibt?
Diese drei Herren treten fürs gelbe Team an. Wer hätte vermutet, dass es noch mehr Spieler in der Nähe gibt?

Im Pokéstore gibt's alles notwendige.
Im Pokéstore gibt’s alles notwendige.
Diese Arena haben wir übernommen: Kann ja nicht sein, dass sich wer anders an unsere Zonen vergeht... ;)
Diese Arena haben wir übernommen: Kann ja nicht sein, dass sich wer anders an unsere Zonen vergeht… 😉
Auf geht's! Die Arenen im Spiel sehen so aus.
Auf geht’s! Die Arenen im Spiel sehen so aus.
Im Poensgenpark Ratingen erhält man diese Sicht, wenn man in Richtung City blickt. Der Bereich mit den vielen kleinen Wegen vorne links ist ein Friedhof.
Im Poensgenpark Ratingen erhält man diese Sicht, wenn man in Richtung City blickt. Der Bereich mit den vielen kleinen Wegen vorne links ist ein Friedhof.
Ein Hauch Skandinavien- und das mitten in Kassel-Kirchditmold! Gefunden dank: Pokémon Go!
Ein Hauch Skandinavien- und das mitten in Kassel-Kirchditmold! Gefunden dank: Pokémon Go!
Das Menü des Spiels ist einfach gestrickt!
Das Menü des Spiels ist einfach gestrickt!
Ich bin noch nicht so weit, wie manch' anderer, aber das Ein- oder Andere Pokémon ist definitiv konkurrenzfähig...!
Ich bin noch nicht so weit, wie manch’ anderer, aber das Ein- oder Andere Pokémon ist definitiv konkurrenzfähig…!
Solche wunderschönen Orte lernt man kennen, wenn man Pokémon Go spielt: Hier in Kassel-Harleshausen.
Solche wunderschönen Orte lernt man kennen, wenn man Pokémon Go spielt: Hier in Kassel-Harleshausen.
Im Nordstadtpark Kassel finden sich einige interessante Pokémon!
Im Nordstadtpark Kassel finden sich einige interessante Pokémon!
Wandgemälde zählen zu den Sehenswürdigkeiten im Kasseler Norden!
Wandgemälde zählen zu den Sehenswürdigkeiten im Kasseler Norden!
In Kassel-Lohausen, steht in etwa hier, eine Arena, die noch unbesetzt war: Sachen gibt's!
In Kassel-Lohausen, steht in etwa hier, eine Arena, die noch unbesetzt war: Sachen gibt’s!
Immer wieder treffen wir Mitspieler...
Immer wieder treffen wir Mitspieler…

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