Royal Republic Palladium Köln 13.12.2019

Letztlich befindet sich die Band seit Veröffentlichung ihres Debütalbums „We Are the Royal“ im Jahr 2010 konstant auf der Überholspur, begleitet vom Linksblinker des Erfolgs. Schon dieses Debüt chartete in Schweden, Deutschland und vielen weiteren Nationen, der Nachfolger „Save the Nation“ war noch weitaus erfolgreicher und manifestierte ihren Ruf als eine der drückendstenGaragerockbands der gegenwärtigen europäischen Musikszene. Zahllose Festival-Auftritte, reihenweise Europa-und Australien-Tourneen, zum Teil an der Seite von Legenden wie den Toten Hosen und Blink-182, ließen das Quartett zu einem wahnwitzig intensiven Live-Act reifen. Etwas, das auch ein Teil des neuen Albums sein sollte: Ihre Bühnenenergie musste unbedingt auf die Bänder übertragen werden. Dass Royal Republicdabei dermaßen forsch und unwiderstehlich zu Werke gehen, hat einen klaren Grund: Bevor sich die Band 2007 zusammenfand, studierten alle vier Mitglieder an der prestigeträchtigen ‘Academy of Music’ in Malmö –eine wichtige, wenn auch nicht ganz leichte Erfahrung, wie es Drummer Per Andreassonbeschreibt: „Meine gesamte Ausbildung an der Universität hatte vor allem ein Ziel: mich zurück zu halten. Es hieß immer: ‘komm auf den Punkt’, ‘verdichte deinen Sound’, dabei wollte ich doch gerade das Gegenteil: dass es laut wird und krachig. Als dann Royal Republic passierte, war das wie eine Erlösung.“ Und Adam Grahn ergänzt: „Für mich war es das Gleiche. Nach all den Jahren, in denen es vor allem darum ging, stets perfekt in Timing und Tuning zu sein, half mir die Band dabei, all meine Energie und meine wahren Emotionen rauszulassen.“Davon berichteten bereits die beiden Vorgänger, doch mit „Weekend Man“wird dies deutlicher denn je. Denn es ging, sagt Adam, diesmal nicht nur darum, einen Bunch hochwertiger, massiv peitschender Rocksongs aufzunehmen, sondern vielmehr, „etwas zu erzeugen, das sich für uns anfühlt wie eine dynamische Reise.“ Deshalb findet man neben den typischen Royal Republic-Rockbiestern „neue Abenteuer, diese großartigen kleinen Ausflüge entlang des Weges, überraschende Stücke wie ‘Any Given Sunday’, ‘Follow The Sun’ und ‘American Dream’.“Was man auch im Songwriting spürt, denn hier ist letztlich alles erlaubt, was gefällt, wie Gitarrist Hannes Irengård erklärt: „Ich denke, die Stärke von Royal Republic liegt in dem gesunden Fehlen jeglichen Respekts vor Genre-Grenzen. Ob es nun ein Taylor Swift-Song ist oder einer von Led Zeppelin: Wir einigen uns auf das, was uns allen gefällt, und machen dann etwas ganz eigenes daraus.”

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